Die Zahl der Cyberangriffe auf Arztpraxen hat sich in den vergangenen drei Jahren verdreifacht. Ransomware-Attacken, die Praxisdaten verschlüsseln und Lösegeld fordern, treffen nicht nur Kliniken, sondern zunehmend auch kleine und mittlere Praxen. Die Folgen: Tage- oder wochenlanger Praxisausfall, Datenverlust, Meldepflichten nach DSGVO und erhebliche Reputationsschäden.
Was eine gute Cyber-Police abdecken muss
Eine praxistaugliche Cyber-Versicherung sollte folgende Bausteine enthalten: Erstattung von Betriebsunterbrechungsschäden (Umsatzausfall), Kosten für IT-Forensik und Systemwiederherstellung, Haftpflichtschutz bei Datenschutzverletzungen, Kosten für Krisenmanagement und Kommunikation, sowie Rechtsberatungskosten bei behördlichen Verfahren.
Versicherungssumme richtig bemessen
Für eine Einzelpraxis empfehlen wir eine Mindestversicherungssumme von 500.000 €, für Gemeinschaftspraxen 1-2 Millionen €. Bedenken Sie: Allein die IT-Forensik und Systemwiederherstellung nach einem Ransomware-Angriff kann schnell 50.000-100.000 € kosten.
Wichtig: Viele Versicherer setzen ein Mindestmaß an IT-Sicherheit voraus (aktueller Virenschutz, Firewall, regelmäßige Backups). Prüfen Sie diese Obliegenheiten sorgfältig — bei Verstößen kann der Versicherer die Leistung kürzen.