Versorgungswerk vs. private Altersvorsorge: Was für Ärzte wirklich zählt

Als Ärztin oder Arzt sind Sie Pflichtmitglied in einem ärztlichen Versorgungswerk. Das bietet im Vergleich zur gesetzlichen Rentenversicherung oft deutlich höhere Leistungen. Doch reicht das Versorgungswerk allein für einen sorgenfreien Ruhestand? Die Antwort hängt von Ihren individuellen Umständen ab.

Was das Versorgungswerk leistet

Die ärztlichen Versorgungswerke bieten eine Altersrente, Berufsunfähigkeitsrente und Hinterbliebenenversorgung. Die Höhe der Altersrente hängt von der Dauer und Höhe der Einzahlungen ab. Bei durchschnittlichen Beiträgen über ein gesamtes Berufsleben können Sie mit einer monatlichen Rente von 3.000-5.000 € rechnen — das klingt zunächst gut, entspricht aber oft nur 30-40 % des gewohnten Einkommens.

Warum eine Ergänzung sinnvoll ist

Um den gewohnten Lebensstandard im Ruhestand zu halten, empfehlen Finanzplaner eine Versorgungsquote von 70-80 % des letzten Nettoeinkommens. Die Lücke zwischen Versorgungswerk-Rente und diesem Ziel muss privat geschlossen werden. Empfehlenswerte Bausteine sind eine Basisrente (Rürup) für die steuerlich geförderte Vorsorge, Investitionen in ETF-Sparpläne für den langfristigen Vermögensaufbau, und ggf. eine Immobilie zur Eigennutzung im Alter.

Lassen Sie sich von einem unabhängigen Finanzberater — nicht von einem Versicherungsvertreter — ein individuelles Vorsorgekonzept erstellen. Die Investition in eine Honorarberatung ist in der Regel die beste Investition in Ihre finanzielle Zukunft.

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