MFA-Mangel: 7 Strategien, die wirklich helfen, gutes Personal zu finden und zu halten

Der Mangel an Medizinischen Fachangestellten (MFA) gehört zu den größten Herausforderungen für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Deutschland. Laut aktuellen Erhebungen der Bundesagentur für Arbeit zählt der MFA-Beruf zu den Engpassberufen mit einer durchschnittlichen Vakanzzeit von über 200 Tagen. Doch es gibt Strategien, die nachweislich funktionieren.

1. Gehalt auf Marktniveau bringen

Viele Praxen zahlen noch nach den Mindestgehältern des Tarifvertrags MFA. In Ballungsräumen reicht das längst nicht mehr aus. Eine Analyse der regionalen Gehaltsniveaus und eine Anpassung auf mindestens den Marktdurchschnitt sollte der erste Schritt sein. Bedenken Sie: Eine unbesetzte Stelle kostet Sie mehr als eine angemessene Gehaltserhöhung.

2. Flexible Arbeitszeitmodelle anbieten

Teilzeitmodelle, Gleitzeitregelungen und die Möglichkeit, Überstunden flexibel abzubauen, sind für viele MFA entscheidende Kriterien bei der Arbeitgeberwahl. Erstellen Sie Dienstpläne, die eine echte Work-Life-Balance ermöglichen.

3. Fort- und Weiterbildung aktiv fördern

Bieten Sie regelmäßige Fortbildungen an und übernehmen Sie die Kosten. Spezialisierungen wie Wundmanagement, Diabetesberatung oder Praxismanagement-Qualifikationen machen den Arbeitsplatz attraktiver und bringen gleichzeitig Mehrwert für Ihre Praxis.

4. Wertschätzungskultur etablieren

Regelmäßige Mitarbeitergespräche, ehrliches Feedback und kleine Gesten der Anerkennung — eine gelebte Wertschätzungskultur ist einer der wichtigsten Faktoren für Mitarbeiterbindung. Teams, die sich wertgeschätzt fühlen, bleiben nachweislich länger.

5. Moderne Arbeitsumgebung schaffen

Investieren Sie in ergonomische Arbeitsplätze, aktuelle IT-Systeme und eine angenehme Pausengestaltung. Veraltete Technik und unbequeme Arbeitsbedingungen sind häufige Kündigungsgründe.

6. Benefits und Zusatzleistungen

Jobtickets, betriebliche Altersvorsorge, Tankgutscheine, Mitgliedschaften im Fitnessstudio oder zusätzliche Urlaubstage — solche Benefits machen den Unterschied, wenn sich Bewerberinnen zwischen mehreren Angeboten entscheiden.

7. Employer Branding aufbauen

Zeigen Sie auf Ihrer Praxis-Website und in sozialen Medien, was Sie als Arbeitgeber besonders macht. Teamfotos, Berichte von Praxisausflügen und Einblicke in den Arbeitsalltag helfen, Ihre Praxis als attraktiven Arbeitsplatz zu positionieren.

Der Schlüssel liegt in der Kombination dieser Maßnahmen. Einzelne Benefits allein reichen selten aus — es ist das Gesamtpaket, das überzeugt.

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